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Projektidee 'Drillinge' – drei Häuser für die Gemeinde Mels

Projektwettbewerb Gemeindezentrum Mels

Projektidee 'Drillinge' – drei Häuser für die Gemeinde Mels

In Mels soll ein neues Gemeinde- und Kulturzentrum entstehen, welches das bestehende Rathaus erweitert und dem vielfältigen Dorfleben Platz bietet. Das Projekt DRILLINGE möchte mit seinen drei Einzelbauten einerseits den Bedürfnissen der Dorfbevölkerung und insbesondere ihrer regen Vereinstätigkeit Rechnung tragen und gleichzeitig den Dorfkern als politisches und kulturelles Zentrum von Mels stärken. Damit will das Projekt DRILLINGE einen Ort für politische und gemeinschaftliche Interaktion schaffen.

Dorfbild, Stärkung des Dorfkerns 

Mels zeichnet sich heute durch eine hohe architektonische Diversität aus. Der Dorfplatz ist aufgrund der einheitlichen Bauweise und Typologie jedoch von einer stimmigen 'ländlich-altstädtischen' Charakteristik. Dank seiner durchdachten Abläufe sowohl in gestalterischer als auch in praktischer Hinsicht schafft es das Projekt DRILLINGE, sich in diese stimmige Atmosphäre einzufügen und für die Dorfbevölkerung durch seine vielseitige Nutzbarkeit – sowohl des Innen- als auch des Aussenraumes – einen Mehrwert zu schaffen. Der neue Gebäudekomplex ist aufgrund seiner wichtigen Funktion für das Gemeindeleben auf das Zentrum der Gemeinde, den Dorfplatz, ausgerichtet: Der Dorfplatz kann als Ausgangspunkt für die geplanten Gebäude gelesen werden. Die Neugestaltung des 'Vorgartens' soll dabei die Geschichte des Ortes dokumentieren und zur Begegnung einladen. Gleichzeitig wirkt der neu entstandene Platz ergänzend. Die Gebäudeseiten an der Wangserstrasse und Untergässli nehmen durch ihre leicht verzogene Grundrissgeometrie, eine Trapezform, die bestehenden Strassenfluchten und damit die Eigenheit der Siedlungsstruktur auf. Der Neubau wird durch seine Geometrie also zum integralen Bestandteil des bestehenden Dorfbildes. 

Architektur, Gestaltung 

Drei Einzelbauten erscheinen in der Draufsicht. Die Haupterschliessung wird vom Dorfplatz her erreicht; früher durch den Garten in das Herrenhaus, heute durch den Garten ins Gemeinde- und Kulturhaus. Der Verwaltungsbau als kleinstes Volumen schliesst diskret an das bestehende Rathaus an, gefolgt vom mittleren Volumen, welches die Vereinsräume beherbergt. Den Abschluss bildet das grösste Volumen, der Gemeindesaal. Verbindend wirkt das langgezogene Foyer, welches mit seinem vorgelagerten Garten am Dorfplatz beginnt und seitlich am Gemeindesaal endet. Die Baukörper sind leicht abgewinkelt zueinander gestellt. Die dadurch aufgespannten Zwischenräume ermöglichen Sichtbezüge zum umliegenden Dorfbestand und der umgebenden Landschaft. Die äussere Erscheinung wird geprägt durch eine regelmässige Anordnung der Fensteröffnungen, wodurch für alle Gebäudeteile eine optimale Belichtung erreicht wird. Die Gleichbehandlung der Fassaden in allen Bereichen verleiht den Gebäuden Zusammenhalt und gleichzeitig den gewünschten öffentlichen Charakter des neuen Gemeinde- und Kulturzentrums. 

Mitarbeit: Sara Cadonau